Kunststein besteht aus den Komponenten Steingranulat und Zement. Als Steingranulate eignen sich vor allem Kalksteine, Marmor und Juragestein. Heute wird vermehrt auch mit Granit, Glas und Hochofenschlacke gearbeitet.
Der in Formen gegossene Kunststein wird nach dem Aushärten mit Diamantwerkzeugen geschliffen und poliert. Er hat sich bestens als langlebiger pflegeleichter Baustoff bewährt und behält über Jahrzehnte ein gleichbleibendes Aussehen.
Bei der Kunststeinherstellung werden unterschiedliche Natursteinkörnungen, z.B. Granit und Kalkstein sowie Sandkörnungen mit Bindemittel vermischt und zu Dekorsteinen aller Art verarbeitet.
Zur optischen Gestaltung werden Glas, Spiegelelemente, Metalle und Farbpigmente bei der Produktion zugeführt. Zur Verbesserung der mechanischen Eigenschaften kommen darüber hinaus Kunststoffe und Fasern zur Anwendung. Die Produktion erfolgt als Blockware, welche zu Rohtafeln und Bodenplatten weiterverarbeitet wird.
Als Bindemittel kommt hier in der Regel Polyesterharz zur Anwendung. Bei einigen wenigen Materialien wird Epoxidharz verwendet. Neben Natursteinkörnungen aus Marmor und Granit werden häufig auch quarzitische Füllstoffe verwendet.
Zur optischen Gestaltung erfolgt die Zugabe von Spiegelelementen, Glas und Farbpigmenten. Die im Produktionsprozess verwendeten Verdichtungsverfahren verleihen diesen Materialien ein sehr dichtes Gefüge mit einer geringen Wasseraufnahme.
Neben Bindemittelart und Bindemittelanteil sind die Sorte, Form und Sieblinie der Zuschläge wichtige Einflussgrößen auf das Verformungsverhalten dieser Materialien.
Aufgrund der Reaktion von Polyesterharzen mit alkalischer Feuchtigkeit und damit verbundener Längenänderung, wie auch des Temperaturausdehnungskoeffizienten von Epoxidharzsystemen, muss bei der Auswahl des Verlegemörtels bei beiden Bindemittelsystemen auf eine effektive kristalline Wasserbindung in Verbindung mit einem guten Haftspektrum und hohem Verformungsverhalten geachtet werden.